Prüfungsberichte 2021

 

Herbstprüfung beim HSV Pfedelbach

 

Auf einmal war er da. Samstag, der 30.10.2021. Der Tag der Prüfungen.

Da meine letzte Begleithundeprüfung 12 Jahre zurückliegt und ich schon tagelang nervös war, war ich richtig froh, dass ich die Möglichkeit hatte im eigenen Verein, nämlich beim Hundesportverein Pfedelbach, die Prüfung abzulegen.

Das ist ja in den aktuellen Zeiten nicht mehr selbstverständlich, dass ein Verein bzw. dessen Vorstandschaft sich mit den erschwerten Bedingungen auseinandersetzt und entsprechende konforme Lösungen findet.

 

Zunächst begrüßte uns alle das Hohenloher Land mit einem wunderschönen strahlenden Sonnenaufgang.

 

Um 08:15 Uhr konnte der zweite Vorstand, Rainer Hopfensitz,- zeitgleich unsere Prüfungsleitung- einen gutgelaunten und motivierenden Richter, Herrn Heindorf mit Ehefrau Elke, begrüßen.

Nach einem ersten Kaffee und einer kleinen Stärkung, welche von einem Hand in Hand arbeitenden Küchenteam, bereits vorbereitet wurde, -vielen Dank hierfür- stand die Abfahrt ins Fährtengelände an.

 

Auch hier war bereits fleißig vorgearbeitet worden. Immerhin mussten zwei IGP 3, zwei IFH 2 und eine IFH 1 Fährte gelegt werden. Vielen Dank an die fleißigen Füße von Sabine und Gerhard Keßler, sowie Werner Siegle. Auch an den Leger der Verleitungen, Bernd Worschech.

 

Zunächst starteten die IGP 3 Fährten. Werner mit Bara vom der Spreeaue erzielte mit stabilen 90 Punkten ein sehr gut.

Unser „2G Team“, Gerhard und Gentle vom Hohenloher Land, konnten überragende 99 Punkte und daher ein vorzüglich mitnehmen.

In der FH2 gelang es Sabine mit Escada von Hohenloher Land die volle Punktzahl- 100- einzufahren.

Unter Berücksichtigung der hohen Belastungen der letzten Wochen (Weltmeisterschaft, Deutsche Meisterschaft) ein besonders herausragendes Ergebnis.

Unser Gästeteam, Engelbert Fellner und Alina vom Tübinger Tor erlangten auf ihrer FH1 mit 97 Punkten ein vorzüglich.

Leider verweigerte die ansonsten immer gern in der Fährte agierende Bohna vom Ilsesee, geführt von Werner Siegle, an diesem Tag den Abgang ins Gelände, so dass deren Prüfung abgebrochen werden musste.

 

Noch vor der Mittagspause konnten die IGP3 Unterordnungen von Gerhard Keßler  mit Gentle(86 Punkte) und Werner Kist mit Bara (83 Punkte) absolviert werden.

 

Auch Sabine Keßler zeigte mit ihrer „Junghündin“ Elea vom Langhagensee eine überragende Leistung in der UPR1. Hierbei wurde sie von Inge Siegle mit Bona vom Ilsesee, welche als Mitführhündin agierte unterstützt.

 

Fairerweise berücksichtigte Herr Heindorf hierbei das junge Alter der Hündin und lobte bei der Besprechung die Teamleistung von Sabine und Elea.

Es gab fette 96 Punkte.

 

Nach allen gezeigten Prüfungen erläuterte Herr Heindorf die von ihm getroffenen Bewertungen.

Nach einem reichhaltigen Mittagessen ging es dann mit den Begleithundeprüfungen weiter.

Immerhin vier an der Zahl, welche zur Freude aller auch ausnahmslos bestanden wurden.

Auch hier wurden alle gezeigten Leistungen von Herrn Heindorf detailliert erläutert und er lobte die Zusammenarbeit der jeweiligen Teams.

 

Die beste BH absolvierte Ute Nübling mit ihrer Schäferhündin Dana vom Falltor gen. Nala..

 

Abschließend wurden zwei wirklich tolle Schutzdienste der IGP 3 Hunde gezeigt, welche im Fall von Werner und Bara mit 87 und bei Gerhard und Gentle mit sagenhaften 97 Punkten belohnt wurden.

 

Was mir als Prüflingsneuling auffiel und ungemein half, war der Umstand, dass bei jedem Prüfungsabschnitt alle auch die interessierten Zuschauer mit fieberten und Daumen drückten. Für jeden war ein Applaus drin.

 

Hiernach gab es, organisiert von unserer Vorstandschaft eine schöne Siegerehrung, welche das Geschaffte toll abrundete und alle mit einer Urkunde und einem mehr oder weniger großen Pokal kürte.

 

Auch hier fand Herr Heindorf erneut die richtigen Worte, welche uns alle motivieren dürften, weiter mit den Hunden zu trainieren und diesen gemeinsamen Weg mit ihnen auch etwas zu genießen. Schließlich gehören in diesem Fall zu einem Team immer zwei und jeder mit eigenem Entscheidungswillen.

 

Auch mein erster Pokal steht im Regal…mal sehen wo unser gemeinsamer Weg weiter hinführt. Ich bin gespannt.

 

Viele der Prüflinge haben an diesem Tag eine Doppelbelastung getragen, vom Hetzen und dann wieder selbst Führen bis zum Fährtenlegen und dann wieder selbst Suchen, aber auch der Küchendienst wurde von ihnen erledigt. Nur so kann eine derartige Prüfung mit so vielen tollen Ergebnissen ausgetragen werden.

Da können wir alle stolz drauf sein.

 

 

Hund

Hundeführer

Stufe

A

B

C

Gesamt

Sunny

Dieter Sillner

BH

 

 

 

Bestanden

Eumel vom Langhagensee

Renate Lauber

BH

 

 

 

Bestanden

Dana vom Fallor

Ute Nübling

BH

 

 

 

Bestanden

Ben vom Röhnfeuer

Bettina Alvarez

BH

 

 

 

Bestanden

Elea vom Langhagensee

Sabine Kessler

UPR 1

 

96

 

vorzüglich

Bara von der Spreeaue

Werner Kist

IGP 3

90

83

87a

260 gut

Genle vom Hohenloher Land

Gerhard Kessler

IGP 3

99

86

97a

282 sg

Alina vom Tübinger Tor

Engelbert Fellner

IFH 1

97

 

 

vorzüglich

Bohna vom Ilsesee

Werner Siegle

IFH 2

-

 

 

mg

Escada vom Hohenloher Land

Sabine Kessler

IFH 2

100

 

 

vorzüglich

 

Bettina Alvares                                                                         

 

 

Sabine Keßler vom HSV Pfedelbach wiederholt erfolgreich bei der IGP-FH DM

Vom 16.-17.10.21 fand die diesjährige Deutsche Meisterschaft der Fährtenhunde des Rassezuchtverbandes für Hovawarte statt.

Austragungsort war Bergheim bei Köln. An 2 Tagen hintereinander mussten die Hunde eine jeweils ca. 1800 – 2000 Schritt lange Fährte absuchen auf der 7 kleine Gegenstände zu finden waren. Das zu suchende Fährtenschema beinhaltet mindestens 2 spitz gelegte Winkel einen Halbkreis und mehrere rechte Winkel. Bevor abgesucht wird, verwittert die Fährte 3 Stunden. 11 Teams hatten sich im Vorfeld für diese Meisterschaft qualifiziert.

Sabine und ihre Escada vom Hohenloher Land waren als amtierende Deutsche Meister gesetzt.

Sie ersuchten am ersten Tag in hohem Rapsacker vorzügliche 99 von 100 möglichen Punkten. Das war zunächst mal der erste Platz.

Am zweiten Tag lief ein Reh Rudel kurz vor dem Ansetzen der Hündin über die Fährte, was in der Folge zu kleinen Flüchtigkeitsfehlern von Escada führte. So verblieben  97 Punkte. Mit diesem hervorragenden Gesamtergebnis von 196 Punkten landeten die Zwei knapp geschlagen auf dem zweiten Platz. Da es für Escada die vierte Großveranstaltung innerhalb von 5 Wochen (u. a. auch der Gewinn der Weltmeisterschaft) war, ist der Vizemeistertitel ein weiterer toller Erfolg!

Sabine Keßler erfolgreich bei der swhv-Verbandsmeisterschaft IGP-FH in Edingen-Neckarhausen

 

Am 09./10.Oktober 2021 fand die diesjährige Verbandsmeisterschaft des Südwestdeutschen Hundesportverbandes (swhv) statt. Alle Hunderassen sind bei den swhv Meisterschaften vertreten. Escada vom Hohenloher Land war die einzige Vertreterin der Rasse Hovawart bei dieser Veranstaltung unter den vielen Schäferhunden und Malinois. Ebenso waren ein Rhodesian Ridgeback, ein Herder, ein Mischling und ein Jack Russel Terrier dabei. Insgesamt waren 17 Teams am Start.

Die Fährten waren an beiden Tagen anspruchsvoll gelegt in schwerem Gelände mit Wechsel von blankem, trockenem Acker in Senfäcker, wobei einige Wiesenwege zu überqueren waren.

Am ersten Tag suchte Escada 88 Punkte auf einer Fährte, die sehr lang war, zum größten Teil diagonal durch Senfpflanzen und bis ganz nah an eine Schnellstraße gelegt war.

Am zweiten Tag musste das Team bis zum Schluss warten, nachdem es die letzte Fährte des Tages gelost hatte. Aber ein guter Schluss ziert alles: diesmal rollte Escada das Feld von hinten auf und ersuchte die tagesbeste Fährte mit 96 Punkten! Das war im Endergebnis der zweite Platz!

Die ersten 5 Hunde haben sich nun für die dhv Meisterschaft (deutscher Hundesportverband) am 06./07.11.21 qualifiziert. Sabine und Escada sind dabei und vertreten mit diesem Team den swhv.

 

 

Sabine Keßler und ihre Escada vom Hohenloher Land gewinnen die Weltmeisterschaft

IHF IGP FH 2021

 

Am 24.- 26. 09.21 fand die Weltmeisterschaft der Internationalen Hovawart Föderation (IHF)

In Niederndodeleben (Magdeburg) statt.

Nach der langen Coronapause waren die Mitglieder der IHF froh, dass diese Veranstaltung in diesem Jahr stattfinden konnte, nachdem sie im letzten Jahr ausfallen musste.

Die Teilnehmer kamen aus Deutschland, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Dänemark, Schweden, Österreich und Finnland.

Zwei Teams vertraten Deutschland.

Die besondere Schwierigkeit bei dieser Art von Prüfung ist es, dass an 2 aufeinander folgenden Tagen eine ca. 2000 Schritt lange Fährte mit 7 kleinen zu findenden Gegenständen gesucht werden muss, die zudem noch 3 Stunden verwittert ist.

Meistens verausgaben sich die Hunde schon am ersten Tag, sodass es am zweiten Tag schwierig ist, sie nochmals optimal zu motivieren.

Am Samstag loste Sabine die letzte Fährte des Tages, das hieß warten, warten, warten aber dann war es endlich soweit und Escada ersuchte 97 von 100 Punkten bei schwierigem Gelände (sehr trockener Brachacker) und starkem Wind. Das war zunächst einmal die Führung. Mittlerweile waren bereits 6 Hunde durchgefallen.

Sonntags musste das Team als erstes starten. Das war ein gutes Los, denn es sollte im Verlauf des Vormittags noch ziemlich heiß werden. Der Untergrund war diesmal blanker Sandacker unglaublich trocken, da es hier wochenlang nicht geregnet hatte. Der böenartige Wind und die diagonal zum Ackerverlauf gelegte Fährte erschwerte den Hunden zusätzlich die Sucharbeit.

Escada suchte sich ruhig und konzentriert ein, meisterte alle Schwierigkeiten souverän und erhielt für diese tolle Leistung 95 Punkte!

Das war der Weltmeistertitel für das Deutsche Team!

 

 

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